Biographie

Ich bin ein politischer Mensch, grün und europäisch. In meinem Leben habe ich ganz unterschiedliche Orte sowie Lebens- und Arbeitsbereiche kennenlernen dürfen. Seit 2018 bin ich Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein.

Seit 1982

Mein zu Hause

Ich bin in Norddeutschland aufgewachsen und bis heute zu Hause. Am 20. Dezember 1982 wurde ich im niedersächsischen Braunschweig geboren. Im nahegelegen Wolfenbüttel habe ich meine gesamte Schulzeit verbracht. Nach dem Abitur 2002 am Gymnasium im Schloss leistete ich meinen Zivildienst in einem heilpädagogischen Kindergarten der Lebenshilfe Wolfenbüttel/Helmstedt ab. Ich stamme aus einer politischen Familie mit deutsch-französischen Wurzeln. Bereits in meiner frühen Kindheit haben meine Eltern mich mit auf Demonstrationen genommen. Die Öffnung der nahe meiner Heimat gelegenen innerdeutschen Grenze 1989 hat mich nachhaltig beeinflusst.

Mein Weg hat mich dann über Bremen nach Brüssel und Berlin geführt, aber auch immer wieder und weiter in den Norden. So habe ich jeweils mehrere Jahre in Hannover und Hamburg gelebt. Seit meiner Berufung zum Landesminister im Sommer 2018 wohne ich mit meiner Familie an der Kieler Förde und fühle mich im Land zwischen den Meeren genau richtig.

1999–2002

Meine Leidenschaft

Bereits während der Schulzeit interessierte ich mich sowohl für Politik als auch für Technik. Entsprechend engagierte ich mich in der Schülervertretung sowie in der Schülerzeitung und konnte mit der Webseite, die ich für letztere selbst programmiert und gestaltet hatte, 2000 und 2002 den niedersächsischen Jugendpressepreis gewinnen. Nachdem ich 1999 bei den Grünen eingetreten und in der Folge die Grüne Jugend in meiner Region gegründet hatte, engagierte ich mich dauerhaft auf verschiedenen Ebenen von Bündnis 90/Die Grünen sowie deren Jugend- und Hochschulverband für meine politischen Anliegen. Bei der parteinahen Heinrich Böll Stiftung sitze ich in der Mitgliederversammlung.

Neben den Grünen habe ich mich bei den Jungen Europäischen Föderalisten engagiert und heute Mitglied der Europa Union. Daneben bin ich Mitglied im Verein NOYB, der sich für die Durchsetzung des Datenschutzes einsetzt, dem ich eng verbunden bin. Ich bin Unterstützer der Gesellschaft für Freiheitsrechte und Gründungsmitglied des Institut Solidarische Moderne. Neben des politischen Einsatzes verfolge ich auch jenen auf dem Fußballplatz, einige Jahre aktiv in meiner Heimatstadt und seither passiv als Fan und Mitglied des FC Sankt Pauli.

Jan Philipp Albrecht auf einem Parteitag der Schleswig-Holsteiner GRÜNEN
2003–2008
Jan Philipp Albrecht

Meine Studienzeit

In der Folge zog es mich nach Bremen, Brüssel und Berlin, wo ich von 2003 bis 2008 Jura mit dem Schwerpunkt Europa- und Völkerrecht studierte. Während dieser Zeit absolvierte ich verschiedene Praktika bei Tageszeitungen und Rechtsanwaltskanzleien sowie im Bundestag und im Europäischen Parlament. Zudem arbeitete ich am Berliner Walter Hallstein-Institut für Europäisches Verfassungsrecht an der Berliner Humboldt-Universität. Ich absolvierte das erste juristische Staatsexamen in Berlin und erwarb im Anschluss einen LL.M. im IT-Recht an den Universitäten Hannover und Oslo. Während meiner Studienzeit wurde ich von der Heinrich Böll Stiftung und dem DAAD gefördert und verbrachte ein Erasmus-Semester an der Université Libre de Bruxelles.

Die juristische Wissenschaft und Praxis haben mich in der Folge nicht losgelassen. So habe ich seither regelmäßig fachliche Vorträge und Beiträge beigesteuert und an der Universität Europäische Rechtsinformatik gelehrt. Zudem konnte ich 2018 auch das zweite juristische Staatsexamen erfolgreich absolvieren.

2009–2018

Meine Abgeordnetenzeit

Bei der Europawahl 2009 zog ich mit gerade einmal 26 Jahren für Bündnis 90/Die Grünen als jüngster deutscher Abgeordneter ins Europäische Parlament ein. Durch eine erfolgreiche Wiederwahl bei der Europawahl 2014 vertrat ich somit neun Jahre lang die Bürgerinnen und Bürger, vorrangig aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen, in Brüssel und Straßburg. Dort war ich Mitglied und stellvertretender Vorsitzender im Innen- und Justizausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz und im Rechtsausschuss. Ich war Obmann der Grünen Europafraktion für die Sonderausschüsse zur Bekämpfung des Terrorismus und gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche. Ich war Mitglied der Delegation für die Beziehungen mit Israel sowie Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Daraus ist der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN hervorgegangen, der die komplexen Prozesse der EU-Politik spannend erlebbar macht und das Zukunftsthema der Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter beleuchtet.

Jan Philipp Albrecht
Seit 2018
Jan Philipp Albrecht

Minister für Draußen und Digitales

Im Sommer 2018 folgte ich dem Ruf aus Schleswig-Holstein, das Amt des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes zu übernehmen. Als einer von zwei Grünen in der Jamaika-Koalition mit CDU und FDP vertrete ich hier gleich mehrere zentrale Zukunftsressorts: Die Energiewende, die Agrarwende, die Bewahrung von Umwelt und Natur sowie die Gestaltung der Digitalisierung. All diese Bereiche sind eng miteinander verwoben und der einzigartige Zuschnitt dieses Ministeriums daher bestens geeignet, um Schleswig-Holstein zum Pionierland und Impulsgeber für anstehende Veränderungen in Deutschland, Europa und der Welt zu machen.

Kraft für diesen aufregenden Job schöpfe ich vor allem aus den Momenten, die ich abseits dieser aufregenden Tätigkeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen kann. In der spärlichen Freizeit, die mir daneben noch bleibt, widme ich mich der Fotografie, der Literatur und dem Theater, die mich seit meiner frühen Jugendzeit intensiv begleitet haben. Um fit zu bleiben, laufe ich gerne eine Runde entlang der Kieler Förde oder lege den Weg zu Ministerium und Landtag mit dem Rad zurück.

Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht