» Holocaust muss internationale Allgemeinbildung werden
27.01.2007: Zum internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar erklärt Jan Philipp Albrecht, Sprecher GRÜNE JUGEND:
“Der Holocaust und die Verbrechen und Ideologien des Nationalsozialismus müssen fester Bestandteil der Schulbildung werden und bleiben. Über 60 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee sind Fremdenhass und Antisemitismus noch immer ein gesellschaftliches Problem, das auch in Deutschland wieder Zuwachs erhält. Immer mehr Jugendliche lassen sich von den Lügen und menschenverachtenden Ideologien der HolocaustleugnerInnen beeindrucken. Kinder und Jugendliche müssen auch weiterhin mit dem Holocaust konfrontiert und über die Besonderheiten der deutschen Geschichte aufgeklärt werden, um Vergessen, Sättigung oder gar Mystifizierung vorzubeugen. An wichtiger Stelle muss dabei stehen, den Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Demokratie und den Rechten des Individuums für ihr Leben erfahrbar zu machen.
Die GRÜNE JUGEND erwartet, dass die UNO-Vollversammlung am Freitag in einem Resolutionsentwurf die Leugnung des Holocausts verurteilt. Dies ist nicht bloß für die Antisemiten im Iran ein klares Zeichen, sondern auch für die Rechtsextremen in Deutschland und Europa. Es ist ein Skandal, dass bekannte HolocaustleugnerInnen ihre demokratiefeindlichen Äußerungen von den Parlamentssitzen aus tätigen können. Wir begrüßen deshalb das Gerichtsurteil gegen den Vorsitzenden der neu gegründeten rechtsextremen ITS-Fraktion im Europaparlament wegen der Leugnung des Holocausts. Langfristig jedoch wird der Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut nur in den Köpfen der jungen Generation gewonnen.”








